Der Sinn des Lebens

Warum existiere ich als Mensch?

Der Sinn des Lebens

Der Sinn, warum es Dich überhaupt gibt, muss etwas ganz Großes sein, etwas, was jede Vorstellung übersteigt. Es muss etwas sein, was Dich bewogen hat Dich, auf eine sehr lange Reise durch die Schöpfung hindurch zu begeben und durch all die vielen tausenden Leben hindurch nach Dir ruft.

Es muss etwas sein, was all das Leiden, alle guten und schrecklichen Erfahrungen wert ist. Und es muss wohl etwas sein, was auch nach Deinem Tod Bestand hat. Etwas, was man niemals verlieren kann. Etwas, was nur in Deinem tiefsten Inneren und unsterblich ist: Dein Sein.

Die Meister sagen: Alles, was kommt und geht, ist es nicht!

Was sucht der Mensch im Allgemeinen?

Glück, Zufriedenheit, Sicherheit, Freiheit, Stille, Liebe usw. Doch er sucht es im Außen, in der Welt der Erscheinungen. Und dort sucht er hartnäckig, wohl wissend, dass alles stets im Wandel begriffen ist – also kommt und geht (bzw. gehen könnte) und demnach es niemals sein kann. Warum nicht? Weil es nicht in unserer Macht steht, es festzuhalten. Weder den Partner, noch das Haus, noch die Gesundheit oder den Job, ja selbst die Gefühle können wir nicht festhalten. Alles, was spätestens am Ende des Lebens losgelassen werden muss ist es nicht Wert sein Leben darauf zu aufbauen.

Nicht einmal Dein Körper gehört Dir. Denn Du hast ihn nicht zusammen gebaut. Sogar Dein Körper unterliegt dieser Schöpfungskraft, die ihn erschaffen hat und ihn wieder wegnehmen wird zu gegebener Zeit. Diese Schöpfungskraft hat alles erschaffen und daher gehören Dir weder Deine Gefühle, noch Deine Erlebnisse, noch Dein Besitz. Denn all das kannst Du nicht steuern oder behalten. Ja selbst Dein eigener Wille ist unbewusst beeinflusst von den Erfahrungen, die Du bereits gemacht hast und diese wurden ja nicht von Dir ausgewählt und erzeugt – also ist sogar der freie Wille nur eine oberflächliche Erscheinung, die näherer Überprüfung nicht stand hält.

Was ist es denn dann?

Es muss etwas sein, was bereits vor Deiner Existenz da war. Bevor Dein Bewusstsein erschaffen wurde. Bevor es Dich als Mensch gab. Denn es muss etwas sein, was grösser ist, als Du selbst. Und dieses Etwas wird einen Sinn darin sehen, dass es Dich gibt. Und dieser Sinn ist der Sinn, dass es nicht nur Dich selbst, sondern die Menschheit, diese ganze Existenz gibt. Und etwas, was wichtig genug ist, dass es niemals stirbt und leben über Leben hinweg – in Deinem inneren Wesen – trägt und lebt. Etwas, wofür sich alles lohnt, was alles gleichzeitig beinhaltet: Liebe, Licht, Dunkelheit, Stille, Glück, Frieden…

Warum gibt es diese Welt und meine menschliche Entwicklung denn dann?

Alle Deine Erfahrungen erinnern Dich in Facetten an das, was in einer überfließenden Fülle in Dir lebendig ist. Diese Welt soll die Suche wecken, dies wieder zu finden, was sich ähnlich und doch in seiner Grenzenlosigkeit anders anfühlen wird und NICHT verloren geht. Die Facette „Liebe“ oder „Freiheit“ oder „Frieden“ etc. sind nur einzelne Facetten eines riesigen geschliffenen Diamanten voller Schattierungen. Gib den Diamanten nicht auf, um einer vorgegaukelten Facette willen, die Du am Lebensende wieder verlieren wirst!

Erkenne, dass alle von der falschen Annahme ausgehen, dass was immer sie tun oder sind irgendwie „richtig“ sein soll – gemessen an den Maßstäben, die andere über ihre Vorstellungen über das Leben an uns weitergegeben haben und im Vergleich zu anderen Menschen, die ebenso „blind“ sind, wie wir selbst. Sie alle gehen davon aus, dass diese Welt und das menschliche Leben real sei. Und dass es auf die Menschheit und sie als Mensch ankäme (z.B. indem sie „Gutes tun“). Das nennt man Prägung.

Wenn Du Dich auf Deine erreichten Ziele und Wertgegenstände beziehst oder auf Freunde oder Deine Familie – und sie sich auf Dich beziehen und sich auf Dich verlassen, wird eine große Enttäuschung auf Dich warten: all das, was Du investiert hast an Bemühung, wird sich am Ende des Lebens in Luft auflösen – und all das, was sie in Dich investiert haben, all ihre Hoffnung, Liebe, Zuwendung, Sorge etc. wird ebenso sinnlos sein, da Du sie verlassen wirst wenn Du stirbst. Nichts davon bleibt. Auf diese Welt und Dich kommt es gar nicht an.

Das Karma-Gesetz

Ein Aspekt, warum wir wieder und wieder inkarnieren und dieses göttliche Wesen, den Diamanten mit allen Facetten in riesiger Fülle, noch immer nicht gefunden haben (wobei es das absolut betrachtet nicht gibt, denn Schöpfung, Entwicklung, Entfaltung geht ewig weiter, der Diamant wird also nicht gefunden, er drückt sich in immerwährender Veränderung aus) ist, weil wir alles persönlich nehmen. ALLES, was Du tust für Dich selbst ist daher falsch – auch wenn es etwas Gutes ist, auch wenn Du es ja nur für ein „Danke“ tust (für Anerkennung), auch wenn Du glaubst dafür geistig belohnt zu werden – immer willst Du etwas für Dich selbst. Dies hält Dich im Karma-Kreislauf der Geburten, bis Du erkannt hast, dass Du Ausdruck einer göttlichen Kraft bist, die etwas ganz anderes im Sinn hat.

Natürlicherweise würde ein Schock nach festgelegtem Ablauf innerhalb der Psyche „durchlaufen“ und dadurch zu Ende kommen. Doch wie bereits erwähnt, kann es sein, dass die erforderliche Zeit dafür nicht reicht bis der nächste Schockauslöser bereits anläuft und sich die Wellen dadurch überlappen und überhäufen bis zur Überforderung und dem „Hängenbleiben“. Oft genug, weil man z.B. als Kind verboten bekommen hat, den Schock zu Ende kommen zu lassen indem das nötige „sich-Wehren“ unterbunden worden ist oder man den Rückzug verboten bekommen oder während der Verarbeitungsphase Schläge erhalten hat. Manchmal erkennen Menschen, dass sie dadurch in einer Schockphase hängen geblieben sind und auf unterschiedliche Reize im Leben immer mit demselben Muster antworten: z.B. immer mit demselben Rückzug/Sprachlosigkeit oder derselben Schuldzuweisung nach außen und demselben blinden Aggressionsmuster – ohne dass es je zu einer echten Erlösung käme. Der Normalzustand des „vom-Gefühl-abgeschnitten-seins“ wird dann als Nicht-Schock empfunden (weil man sich nicht anders kennt), aber dieses IST bereits Schock.

DER WEG. Wie finde ich den Sinn meines Lebens?

1.Schritt: Setze Dich hin. Spüre in all die einzelnen Aspekte Deines Alltags. Und dann in all Deine Wünsche und Träume, was Du gern hättest bzw. noch erleben möchtest. Was möchtest Du jeweils davon haben? Wegen welcher Gefühle? Deine Arbeitsstelle wegen Sicherheit? Partnerschaft wegen Geborgenheit oder sexueller Ekstase?

Erfülle diese Wünsche nach intensivem Erleben zunächst vollständig während mehrerer Meditationen: sei glücklich! Sei frei! Sei geliebt! Erfülle Dir die einzelnen Facetten. Und vor allem erfülle Dir Dein größtes Anliegen, wofür Du bereit wärst alles zu tun. Welche der großen Gefühle ist es? EINES davon ist Dir besonders wichtig. Nimm Dir Zeit, dies heraus zu finden. Mache es Dir bewusst und richte Dein restliches Leben danach aus. Es dient Deiner Orientierung.

2.Schritt: Du kannst nicht den 2. vor dem 1.Schritt machen. Es ist nicht möglich, weiter zu gehen in Deiner Erkenntnis und Meditation, wenn Du diese Essenzgefühle noch nicht integriert hast. Wenn es sich nicht innerhalb Deiner Meditation von selbst ergibt, dann könnte ich versuchen in Einzelsitzungen Unterstützung anzubieten. Niemand kann es erzwingen – diese Erlebnisse werden sich dann erst einstellen, wenn Du bereit dafür bist, zum richtigen Zeitpunkt. Aber man kann sie einladen.

Es geht auch darum zu erkennen, das dies alles immer vorübergehende Gefühle sind. Dies geht wesentlich schneller durch Meditation, als es im weltlichen Leben zu versuchen zu verwirklichen! Und es hat weniger Nebenwirkungen ;-)))

3.Schritt: Was würde passieren, wenn Du loslässt und auf all das verzichtest? Was bliebe übrig von Dir? Beginne mit dem kleinsten bischen Du-selbst-ohne-alles-andere: ohne Gefühle/Emotionen, ohne Pläne, Gedanken und ohne zu wollen. Wie fühlt sich das an? Dies bist Du ohne Konzepte. Dies bist Du ohne die vielen Rollen, die Du als Ich-Person in der Gesellschaft vorgibst zu sein. Dies bist Du wirklich – und unsterblich.

Beziehe Dich nur auf dieses! Bleibe in Kontakt damit unter allen Umständen. Gehe nicht auf Deine Oberfläche ein, die sich nur auf’s Neue verwickelt. Dies mag nicht gut gehen in dieser Welt und Dir nicht die Sympathien anderer Menschen schenken. Aber es nährt diesen Teil in Dir, auf den es Gott ankommt und weshalb es Dich gibt.

Diese Wesenheit von Dir zu nähren und ins Leben fließen zu lassen, deshalb wurdest Du geboren. Um Dich selbst zu erkennen – als dieses göttliche Wesen – hast Du als konträres Gegenstück diesen menschlichen Körper und diese Welt erhalten. Erkenne das, was bleibt im Vergleich zu dem, was niemals von Dauer ist. Gott will sich selbst erkennen, steht in den Schriften. Und jeder Mensch ist eine Variante davon, wie Gott dies macht… Jeder ist also eine Facette des Diamanten und gleichzeitig der ganze Diamant selbst.

Erkenne Dich selbst und Du bist von der Illusion (Maya) befreit, das das Ich und diese Welt real seien, denn dann erkennst Du die Wirklichkeit: Du warst nie etwas anderes, als ein freies, glückseliges, ewiges Wesen.

 

„Solange man sich nicht hingibt, herrscht Zaudern, die Möglichkeit zurückzuweichen, stete Wirkungslosigkeit.

Was schöpferisches Handeln angeht, gibt es nur eine elementare Wahrheit – deren Unkenntnis zahllose Einfälle und großartige Pläne zunichte macht: Dass nämlich in dem Moment, in dem man sich völlig hingibt, auch die Vorsehung sich entwickelt.

Es geschehen zu unserer Hilfe alle möglichen Dinge, die sonst nie eingetreten wären. Eine ganze Reihe von Ereignissen entspringt der Entscheidung und bewirkt zu unseren Gunsten eine Vielfalt unerwarteter Begebenheiten und Begegnungen und materielle Unterstützung, von denen niemand sich geträumt hätte, dass sie ihm jemals zuteil würden . . .“

Johann Wolfgang von Goethe