Der Schöpfungsvorgang und Heilung

Der Schöpfungsvorgang und Heilung

Die verschiedenen Sinnesreize, auf die der Mensch reagiert (Tastsinn, Geschmack, Gehör, Geruch, Sehen) werden durch die verschiedenen Schwingungen der Elektronen und Protonen hervorgerufen. Diese Schwingungen wiederum werden durch Prana-Biotronen reguliert – d.h. durch subtile Lebenskräfte und Energien, die feiner sind als Atome und als Intelligenzträger gelten können, denn sie enthalten die jeweiligen Ideensubstanzen der 5 Sinne.

Menschen mit geübten sog. Siddhi-Fähigkeiten und tiefer meditativer Erfahrung bis in die feinsten göttlichen Schwingungen, die das Prana hervorbringen, sind in der Lage, diese Energien willentlich im Einklang mit der Schöpfung so zu bündeln, dass sie sich zu Atomen zusammensetzen und willkürlich daraus Gegenstände – die real existieren – erschaffen. Gegenstände, die wir mit unseren Sinnen anfassen, essen, riechen usw. wahrnehmen können. Dieses Materialisieren ist von einigen Heiligen überliefert, z.B. von Satya Sai Baba. Als Avatar hat er „nur“ den ständig stattfindenden Schöpfungsvorgang – also den Schöpfer – bewusst verkörpert und die geistigen Gesetze angewendet. Auf dieselbe Art und Weise manifestiert jeder Mensch den eigenen Körper und die dazugehörige Welt drum herum in jedem Bruchteil einer Sekunde erneut – er ist sich dessen nur nicht bewusst und erlebt diese Tatsache als eine äußere Gegebenheit, der er ausgesetzt sei.

Was ist Krankheit, was ist Heilung?

Während einer Krankheit manifestiert ein Mensch Kraft seiner geistigen Überzeugung und durch Lenkung dieser feinsten energetischen Ströme eine Störung innerhalb der Balance seines Körpers mit dem ihn umgebenden Universum. Diese Störung macht in Form jener Krankheit auf sich aufmerksam. Bzw. die Krankheit ist die Korrekturbewegung des Systems, um wieder in Einklang zu kommen mit der natürlichen Art, wie die Schöpfung sich ausdrücken möchte.

In diesem Sinne kann „Krankheit“ auch als unangenehme Emotion erlebt werden, die den natürlichen Zustand reiner Glückseligkeit stört. Damit sind Sorgen und Probleme jeder Art gemeint. Im Umkehrschluss: so lange ein Körper noch nicht vollständig gesund ist und so lange kein ununterbrochener Gemütszustand reiner Glückseligkeit vorhanden ist, gibt es noch Störungen, die nur dadurch auffallen, dass sie „uns stören“ – und gerade deshalb die Chance bieten, wieder in Einklang mit uns selbst zurück zu führen. Dies ist Heilung im eigentlichen Sinne.

Paramahansa Yogananda: Zitat aus „Autobiographie eines Yogi“s